Ein Sozialarbeiter berichtet:
Manfred und sein Schicksal
Utl.: Gefängnisaufenthalt, keine Wohnung, Schulden und Probleme mit der Gesundheit – Mit Team Idee findet Manfred wieder Halt***
Manfred Berger1), gelernter Handwerker, Ende 30, war schon einige Monate als Freigänger bei Team Idee tätig. Nach der Verbüßung einer Haftstrafe wurde er schließlich als Transitarbeitskraft angestellt. Zu diesem Zeitpunkt plagte ihn ein Bündel von Problemen: ungeklärte Wohnungssituation, keine eigenen finanziellen Mittel und eine drückende Schuldenlast.
In der Sozialberatung wurde zunächst auf eine Lösung der Wohnungssituation hingearbeitet. Schließlich konnte für Manfred eine Kleinwohnung gefunden werden und mit der Hilfe des Sozialarbeiters auch die dringend notwendigen Geldmittel in Form von Beihilfen und Befreiungen aufgebracht werden. Das erleichterte seine angespannte finanzielle Situation erheblich.
Es stellte sich heraus, dass Manfred für eine volle körperliche Tätigkeit über zu wenig Kraft verfügte. Daher wurden ihm Arbeiten in der Lagerverwaltung und in der Administration zugewiesen. Seine guten Computerkenntnisse und die betriebsinterne Flexibilität waren dabei förderlich.
Die ersten Pfändungen
Bald trafen die ersten Pfändungstitel ein. Manfred arbeitete zielstrebig mithilfe der Schuldnerberatung an einer Regulierung der Schulden. Doch es traten gesundheitliche Probleme auf: eine Viruserkrankung mit einer langwierigen medizinischen Therapie.
In dieser Situation entschloss sich der Sozialarbeiter, beim AMS um eine soziale Verlängerung anzusuchen. Mit dieser sollte das bisher Erreichte nicht gefährdet werden. Das AMS gab dem Antrag statt.
Die Behandlung seiner Viruserkrankung verlief nicht ohne Nebenwirkungen. Und Manfred wies lange Krankenstandszeiten auf. Die Arbeit war ihm wichtig. Und wann immer er in dieser Zeit in das Unternehmen kam, zeigte er sich leistungsbereit und engagiert, obwohl man sehen konnte, dass
er gesundheitlich angeschlagen war.
An die Chance glauben
Manfred glaubte an seine Chance, geheilt zu werden und war fest entschlossen, auch beruflich wieder Fuß zu fassen. Er arbeitete weiterhin mit der Schuldnerberatung zusammen. Den Gläubigern konnte ein Zahlungsplan vorgeschlagen werden, den diese auch akzeptierten. Für Manfred bedeutete dies, in sieben Jahren schuldenfrei zu sein.
Allerdings traten erneut gesundheitliche Probleme auf: die Ärzte diagnostizierten nach erfolgreic



