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Zehn Jahre Ambulatorium für Kinder

Utl.:     Seit 1998 Zentrum für Entwicklungsförderung – 4000 Patienten in zehn Jahren – Tag der offenen Tür mit großem Kinderfest

Wien (OTS) – Das Zentrum für Entwicklungsförderung in Wien Donaustadt wurde 1998 als selbständiges Ambulatorium für eine umfassende Behandlung entwicklungs­beeinträchtigter Kinder gegründet. Seit Bestehen dieser Einrichtung nahmen 3636 Kinder das Therapieangebot in Anspruch.

Behandelt werden Kinder, die in ihrer Entwicklung gefährdet oder behindert sind, bis zum Schuleintritt. Träger des Ambulatoriums ist die Wiener Sozialdienste Förderung & Begleitung GmbH. Im Zentrum für Entwicklungsförderung sind zurzeit insgesamt 37 Mitarbeiter tätig.              

Derzeit gibt es in Wien vier Ambulatorien zur Behandlung behinderter Kinder und Jugendlicher. Eines davon ist das Zentrum für Entwicklungsförderung. Dieses blickt im Rahmen eines Festaktes und mit einem Tag der offenen Tür samt großem Kinderfest am 8. November 2008 in Wien 22, Langobardenstraße 189, auf sein zehnjähriges Bestehen zurück.

Ambulatorium mit umfassendem Therapieangebot

„Der Schwerpunkt des Zentrums für Entwicklungsförderung besteht in seinem fächerübergreifenden Therapieangebot“, erläutert der Leiter des Ambulatoriums, Prim. Dr. Friedrich Brandstetter. Und Brandstetter weiter: „An der Erkennung von Stärken und Schwächen sind Kinderärzte, Psychologen, Pädagogen, Therapeuten sowie Sozialarbeiter eingebunden, miteinbezogen in die Diagnostik werden immer auch die Lebensumstände des Kindes.“ Das therapeutische Angebot für die Kinder umfasst so genannte funktionelle Behandlungen (Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie), heilpädagogische Unterstützung sowie Musiktherapie.
Die rechtzeitige therapeutische Versorgung ermöglicht eine bessere Entwicklung der Kinder und ist in volkswirtschaftlicher Hinsicht positiv zu bewerten, da geringere Folgekosten in der Zukunft zu erwarten sind.

Tiergestützte Therapie

Für die Behandlung entwicklungsbeeinträchtigter Kinder werden auch Tiere eingesetzt. Sie helfen, so Prim. Brandstetter, die Befindlichkeit des Kindes zu verbessern, Angst abzubauen oder über den Kontakt und die Berührung des Tieres das Körperbewusstsein des Kindes  zu stärken.

Beratung für Eltern

Essentieller Bestandteil der umfassenden Behandlung des Kindes im Zentrum für Entwicklungsförderung ist die Beratung der Eltern. Sie haben die Möglichkeit, sich zur Bewältigung von Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Entwicklungs­beeinträchtigung ihres Kindes mit Spezialisten zu beraten.
Das Ziel aller Therapien und Beratungsleistungen ist die Verbesserung einzelner Funktionen, Fertigkeiten und Aktivitäten, um dem Kind zu einem möglichst selbständigen und selbst bestimmten Leben zu verhelfen. Dieses Ziel wird bei der Mehrzahl der Kinder in einem hohen Ausmaß erreicht.

Steigende Patientenzahl

Seit der Gründung des Zentrums für Entwicklungsförderung im Jahr 1998 nahmen 3636 Kinder die Leistungen des Ambulatoriums in Anspruch. Darunter wurden viele Kinder über mehrere Jahre hindurch behandelt. Die Entwicklung der Neuzugänge zeigt folgendes Bild:

1998: 420 Patienten
2003: 528 Patienten
2007: 653 Patienten

Pro Jahr verzeichnet das Ambulatorium im Durchschnitt 294 Neuzugänge an Patienten. Nahezu jedes dritte Kind ist jünger als vier Jahre.

Die Kontaktaufnahme der Eltern mit dem Zentrum für Entwicklungsförderung erfolgt nach einer im Vorjahr durchgeführten Analyse zu 39 Prozent aufgrund einer Zuweisung durch Ärzte und Spitäler, zu 18 Prozent auf Anregung von Kindergärten, zu 17 Prozent auf Eigeninitiative und zu 26 Prozent aufgrund verschiedener Institutionen (z.B. Amt für Jugend und Familie, Elternberatung).  

Symposium – Tag der offenen Tür mit Kinderfest

Das Zehnjahresjubiläum des Zentrums für Entwicklungsförderung wird an zwei Tagen begangen. Am 7. November findet ein Symposium zum Thema „Sich verständigen – Perspektiven der Entwicklungsförderung für Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund“ in Wien mit international anerkannten Wissenschaftern statt.

Am 8. November erfolgt um 10.00 Uhr ein Festakt und ab 13.30 Uhr gibt es für Kinder und Familien ein buntes Programm mit Kinderschminken, Schatzsuche, Ratespielen, Tierprogramm, Basteln und viel Unterhaltung mit dem Clownduo Lilly und Billy. Festakt und Kinderfest werden am Standort des Kinderambulatoriums in 1220 Wien, Langobardenstraße 189, durchgeführt.

Rückfragehinweise:
Prim. Dr. Friedrich Brandstetter
Zentrum für Entwicklungsförderung,
Langobardenstraße 189, 1220 Wien,
Tel.: 01/280 20 50
Mail: friedrich.brandstetter@wiso.or.at

Für Medien:
Hubert Greier
Tel.: 01/526 26 76-952
Mail: hubert.greier@echo.at

Wien, 2008-11-06



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