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Wien ehrt Gesundheitspolitikerin und Reformerin

Utl.:     Elisabeth Neck-Schaukowitsch erhält das „Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien“

Wien (WS) – Die langjährige Gesundheitspolitikerin und Sozialreformerin Dr. Elisabeth Neck-Schaukowitsch erhielt am 6. Februar 2008 das „Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien“ verliehen. Als Gesundheitspolitikerin der Stadt Wien, Dr. Neck-Schaukowitsch gehörte von 1987 bis 2004 dem Wiener Gemeinderat und Landtag an und leitete von 1991 bis zu ihrem Ausscheiden den Ausschuss für Gesundheit und Spitalwesen, trug sie maßgeblich am Programm für den Ausbau der gesundheitlichen und sozialen Versorgung älterer Menschen bei. In ihre Ära fiel die Weiterentwicklung der ambulanten Dienste, insbesondere der Ausbau der Hauskrankenpflege und der mobilen Ergotherapie, die Schaffung von Seniorenwohngemeinschaften und das Wiener Heimhilfegesetz.

Während ihrer Tätigkeit gingen das AKH und das SMZ-Ost/Donauspital in Betrieb, und es wurden viele Umstrukturierungen und Sanierungen in den Wiener Spitälern vorgenommen. Besonderes Anliegen als Penzinger Politikerin waren ihr die Reformen, Renovierungen und Neubauten im jetzigen Otto-Wagner-Spital.

Die Notwendigkeit, für den ambulanten Bereich ausreichend qualifiziertes Pflege- und Betreuungspersonal zu bekommen, erkannte Dr. Neck-Schaukowitsch früh, und setzte viel Energie für die Schaffung von Qualifizierungsmöglichkeiten, vor allem für Frauen in diesem Bereich, ein. Durch das Zusammenwirken von Stadt Wien, dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds, dem Arbeitsmarktservice und privaten Trägerorganisationen konnten viele HeimhelferInnen zu PflegehelferInnen für die Hauskrankenpflege ausgebildet werden, etliche schafften sogar den Sprung zum/zur Diplomierten Gesundheits- und KrankenpflegerIn.

Im Laufe ihres Psychologie- und Mathematikstudiums arbeitete Dr. Neck-Schaukowitsch in der Heimhilfe Aus- und Weiterbildung bei den Wiener Sozialdiensten. Im Jahr 1988 wurde sie zu deren Geschäftsführerin bestellt. Diese Funktion übte sie bis Juni 2007 aus.

Als Managerin setzte sie zahlreiche Maßnahmen und Reformen für einen deutlichen Ausbau sowie zur Stärkung des Dienstleistungsangebotes der Wiener Sozialdienste:

  • Wohngemeinschaften und mobile Betreuung für behinderte Menschen, eine mittlerweile große Beschäftigungstherapiewerkstätte, die Mobile Frühförderung, die Basalen Förderklassen und das Zentrum für Entwicklungsförderung. Diese Leistungen sind heute in der Wiener Sozialdienste Förderung & Begleitung GmbH angesiedelt, deren Geschäftsführerin Dr. Neck-Schaukowitsch auch nach der Umstrukturierung des Vereins war.

 

  • Hauskrankenpflege, Regionalzentren für Heimhilfe und Hauskrankenpflege, die ersten Wiener Seniorenwohngemeinschaften, Besuchs- und Reinigungsdienst sowie das Geriatrische Tageszentrum Anton Benya – heute in der Wiener Sozialdienste Alten- und Pflegedienste GmbH zusammengefasst.
  • Mit Team Idee wurde 1991 der erste Sozial-Ökonomische Betrieb mit Förderung durch das Arbeitsmarkt Service und der Stadt Wien eingerichtet und 2003 in die Wiener Sozialdienste Team Idee-SÖB GmbH übergeführt. Diese Integrations- und Trainingsmaßnahme für  langzeitarbeitslose Menschen gehört heute zu den größten in Wien.

 

  • Für die im Verein Wiener Sozialdienste verbliebenen Bereiche wie Institut für Ehe- und Familientherapie und Mobile Ergotherapie konnten erfolgreich Verträge mit der Wiener Gebietskrankenkasse und anderen Kassen abgeschlossen werden, was einen weiteren Ausbau dieser Dienstleistungen ermöglichte. Der Kontaktbesuchsdienst wurde reformiert und 2001 kamen die Entwicklung und Durchführung von nationalen wie auch von EU– und internationalen Projekten hinzu.

Über ihre betriebliche Managementtätigkeit hinaus zählt Dr. Elisabeth Neck-Schaukowitsch zu den GründerInnen der Interessenvertretung von Sozialwirtschaftlichen Dienstleistungsunternehmen im Psychosozialen- und Behindertenbereich Wien (IVS-Wien). Die über viele Jahre innehabenden Funktionen eines Vorstandsmitgliedes und einer Vizepräsidentin des Dachverbandes Wiener Sozialeinrichtungen wird sie weiterhin wahrnehmen.

Die Gesundheitspolitikerin und Reformerin Dr. Elisabeth Neck-Schaukowitsch, verheiratet mit Univ.-Prof. Dr. Reinhard Neck, Volkswirtschaftsprofessor an der Universität Klagenfurt, will sich in ihrem dritten Lebensabschnitt insbesondere ihrer Familie und ihren Hobbies widmen.

Rückfragehinweis:
Mag. Brigitte Henschling
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Wiener Sozialdienste
1150 Wien, Camillo-Sitte-Gasse 6
Tel.: +43 (1) 981 21 58, Fax: +43 (1) 981 21 90
Mail: brigitte.henschling@wiso.or.at

Wien, 2008-02-06